Beispielkerzen

Hier sehen Sie Beispielfotos von Kerzen, Giessformen und speziellen Techniken, einige mit Anleitung:

 

 
Diese Kerzen wurden mit zwei Farben in zwei Schichten gegossen, allergings vertikal. Dazu habe ich beim 1. Guss die Hälfte der Giessöffnung mit Tesafilm abgeklebt und das Wachs über Alufolie eingegossen. Ich hatte bei zwei Formen nicht sorgfältig genug abgeklebt - - - es gab einiges zu putzen.
Nach dem Erkalten der 1. Farbe wurde die 2. wie gewohnt eingegossen
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Beim Herumkramen habe ich einige alte Verzierwachsfolien gefunden, leider gibt es diese Ausführungen nicht mehr.
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Die Giessform "Welle" mit Stearin gegossen. Es entstehen bizarre, filigrane Strukturen. Besonders interessant durch die Beleuchtung von innen durch die Flamme.
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Diese Blattkerze besteht aus einer gegossenen Kerze und Knetwachsverzierungen (Blätter).
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Die Nudelkerze ist ebenfalls eine gegossenen Kerze und wurde mit Knetwachs verziert. Ich habe es mir recht einfach gemacht, das Knetwachs warm gemacht und langsam durch eine Nudelmaschiene (2 Walzen und eine Kurbel) gedreht.
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Die Eiskerze entstand durch sehr langsames Abkühlen, d.h. die Umgebungstemperatur war recht hoch, ca. 26°C (Hochsommer). Nach 24 Stunden habe ich die Kerze in der Form für weitere 24 Stunden ins Gefrierfach gelegt (ich hatte sie einfach dort vergessen!). Die temperaturbedingten Spannungen innerhalb der Kerze verursachten die Risse, die Oberfläche ist unbeschädigt, also glatt.
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Stearinkerzen Sternkegel und Obelisk: Hier einige Vergrößerungen um die phantastischen Kristallstrukturen zu zeigen.
Die Kerzen wurden bei 80°C unter Zugabe von 2% Schrumpfwachs gegossen.
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Sehr experimentell, aber ebenso interessant: Stearinkerzen mit schwarz.
Die Kerzen wurden bei 80°C unter Zugabe von 2% Schrumpfwachs gegossen.
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Paraffinkerzen in neonorange
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Stearinkerzen in neonorange, von der Farbintensität blasser, dennoch sehr interessant bei weniger Lichteinfall und
nicht zuletzt wegen der stearintypischen Strukturen.
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Die Giessformen UFO und DISKUS, die schwarzen in Stearin, die zweifarbigen in Paraffin.
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Paraffinstrukturkerze: Die Herstellung dieser Kerze ist etwas aufwändiger, wird aber mit einer interessanten Struktur und einem besonderen Farbverlauf belohnt:
Versehen Sie die Form mit dem entsprechenden Docht.
Der folgende Schritt muss sehr schnell gehen.
Gießen Sie etwas rohweisses Paraffin in die Form und drehen diese fast waagerecht über dem Schmelztopf. Wenn einige Wachstropfen aus der Form fallen ist der Winkel richtig.
Wiederholen Sie diesen Schritt, jedoch ohne Eile.
Nun lassen Sie das Wachs in der Form erkalten (ggf. ins Gefrierfach legen).
Dieses wiederholen Sie so oft, bis sich eine Wachsstärke von etwa 5mm gebildet hat. Je größer der Kerzendurchmesser - je dicker die Wachsschicht.
Nun färben Sie weiteres Wachs im Schmelztopf und verstärken die Wachsschicht in der Form mit dem farbigen Wachs einige Male.
Anschliessend füllen Sie die Form vollständig.

Achten Sie darauf, dass das Wachs nicht zu heiß ist, da dieses ansonsten die vorher aufgebrachten Wachsschichten wieder auflöst.

Durch Zugabe von WachsConditionierer wird der Effekt noch intensiver.
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Hier werden drei verschiedenfarbige Knetwachsstränge ineinander verdreht und in der Gießform an deren Innenwand gedrückt. Dabei ist zu beachten, dass das Wachs gut anliegt. Bei langen Formen einen Löffel oder Besenstil zum Andrücken nehmen.
Der folgende Schritt muss sehr schnell gehen.
Gießen Sie etwas rohweisses Paraffin in die Form und drehen diese fast waagerecht über dem Schmelztopf. Wenn einige Wachstropfen aus der Form fallen ist der Winkel richtig.
Wiederholen Sie diesen Schritt, jedoch ohne Eile.
Nun lassen Sie das Wachs in der Form erkalten (ggf. ins Gefrierfach legen).
Dieses wiederholen Sie so oft, bis sich eine Wachsstärke von etwa 5mm gebildet hat. Je größer der Kerzendurchmesser - je dicker die Wachsschicht.
Jetzt kann die Form mit Wachs aufgefüllt werden - fertig.
 
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Hier werden zwei verschiedenfarbige Knetwachsstränge ineinander verdreht und zu einer langen Platte gewalzt.
Kerze und Knetwachs auf ca. 40°C erwärmen, die Knetwachsplatte um die Kerze wickeln und andrücken.
Den Übergang an den Plattenrändern mit den Fingern glattdrücken.

(Die Kerze habe ich mit rohweissem Paraffin gegossen und den entstandenen Einzugstrichter mit blauem Paraffin aufgefüllt. Dies ergibt den interessanten Blauschimmer am Fuß der Kerze.)
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Zweifarbige Kerzen gießen ist einfach, man gießt erst die 1. Hälfte und nach dem Erkalten die 2. Hälfte mit einer anderen Farbe. Interessant ist aber die Gestaltung des Farbübergangs. Hier war der 1. Guss noch warm, wurde vom 2. Guss wieder etwas angelößt (verflüssigt), so entsteht ein weicher Übergang zwischen den Farben, manchmal auch ein Farbverlauf. Lässt man hingegen den 1. Guss völlig erkalten und macht den 2. Guss nicht allzu heiß, dann gibt es einen harten, klar abgegrenzten Übergang.
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Die Murmel-Kerze
Hier habe ich aus Knetwachs Kugeln in Murmelgröße geformt, die Gießform zu 2/3 mit Paraffin gefüllt und die Knetwachsmurmeln hinein gegeben.
Je heißer das Paraffin ist, um so stärker schmelzen die Kugeln und die Farben verlaufen ineinander.
Die Kugeln können auch aus "normalem" Paraffin geformt werden.
Verwendet man dann nicht so heißes Paraffin, so bleibt die Kugelform im Wachs erhalten.
Interessant ist der Farbwechsel beim Abbrennen.
Eine andere Technik ist: Farbige Wachsteile zu einem Drittel in die Form geben und ein Drittel der Form mit klarem Paraffin aufgießen. Gleich das zweite Drittel mit Wachsstücken füllen und aufgießen, dann mit dem letzten Drittel ebenso verfahren. Somit werden Lufteinschlüsse zwischen den Wachsstücken vermieden.
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Die Futur-Kerze

Wählen Sie zunächst eine Kopfform (hier Kugel) aus. Diese muss den gleichen Docht benötigen wie die Rumpfform (hier Zylinder). Als Rumpfform ist nur eine Form geeignet, die nach dem Gießen abgezogen werden kann, d.h. an ober- und Unterseite offen ist. Schneiden Sie den Docht so lang, dass er der Länge der beiden Formen + 6cm entspricht.

Gießen Sie die Kopfform wie gewohnt, allerdings füllen Sie nicht den Einzugskrater auf. Vielmehr erweitern Sie diesen durch gelegentliches abheben der oberen Wachshaut. Dies um später eine feste Verbindung zwischen den beiden Güssen (Formen) zu erreichen.

Ist die Kopfform erkaltet, wird die obere Formhälfte entfernt. Jetzt die Rumpfform aufsetzen und den Docht fixieren, anschließend gerade ausrichten.

Füllen Sie zunächst nur etwas Wachs ein. An dieser Stelle ist eine Pipette hilfreich. Lassen Sie das Wachs an der Übergangsstelle zwischen der Kopfkerze und der Rumpfkerze etwas fest werden. Nur wenn dieser Bereich dicht ist kann die Rumpfform, wie gewohnt gänzlich gefüllt werden.

Stellen Sie die Kerze nach dem Entformen auf, ggf. den Stand so korrigieren, dass die Kerze gerade steht. Nun ist die außergewöhnliche Kerze fertig, es sei denn, Sie möchten noch Verzierungen mit Knetwachs, Verzierwachs oder Kerzenpen anbringen.

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Eine "normal" gegossene Kerze wird mehrfach in andersfarbiges Paraffin getaucht (siehe Kerzen ziehen). Die 2. Farbe sollte etwa 2 - 4 mm stark sein, hier kommt es darauf an, dass die innere Farbe nicht durchscheint.
Nun, solange die Kerze vom Tauchen noch warm ist, kann geschnitzt werden.
Zum Schnitzen eignen sich eine Menge Gerätschaften, die in jeder Küche zu finden sind. Neben normalem Besteck sind auch Werkzeuge wie z.B. ein Käsehobel (Ausführung mit Stahldraht) geeignet, einfach mal in die Schubladen schauen. In diesem Beispiel habe ich einen Apfelstecher benutzt.
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Diese quischfarbenen Kerzen wurden mit den Wachsfarben neongrün und neonpink gegossen. Die bildliche Darstellung ist ausgenommen schwierig. Die Farben sind in der Realität recht gut mit denen eines Textmarkers zu vergleichen. Sie scheinen, selbst bei diffusem Licht, von selbst zu leuchten. Aufgrund der hohen Farbintensität kommt es allerdings in seltenen Fällen zu Störungen des Abbrennens, die Wahl eines stärkeren Dochtes ist hier hilfreich oder einfach etwas flüssiges Wachs abgießen.
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Sternkegel und Obelisk mit Pipettentechnik und Neonfarben.
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